Es stand ein zierlicher Jüngling
Auf einem Hügel von Stein,
„O dürfte ich,“ rief er, „hinüber —
Hinüber bis über den Rhein!“

„Der Strom zu meinen Füßen,
Mit seinem lieblichen Grund,
Steh’ träumerisch ich am Ufer,
Schon manche so lange Stund’!

„Wohl bin ich ein echter Deutscher,
Verbannet, doch ohne Grund,
Ein Deutscher schon tausend Jahre —!“
Und spöttisch gar lächelt sein Mund.

„Ein Deutscher, trotz schwarzer Locken,
Der Falte in Mitten der Stirn,
Dem trübe und bleichen Antlitz,
Und einem so glühenden Hirn! —“

Wer war’s, der sich so sinnig
An jenen Fels hat gelehnt?
So wahrhaft sich und so innig
Nach Deutschland hat gesehnt?

Er war es, der wackere Börne,
In dessen Brust es so schwül,
Der Deutschland so ernsthaft liebte,
Mit südlichem Gefühl! —

Den Deutschland einst verstoßen,
In Deutschland einst verpönt,
Und der sich darum nicht minder
Nach Deutschland hat gesehnt.

[Die Jagd.]

Hell der Himmel ist erleuchtet.
Sonnenstrahlen hin und her,
Frischer Thau den Rasen feuchtet,
Silbern glänzt das Jagdgewehr.

Eine Jagd ist’s! Blutig jagend
Eilt der Jäger durch den Wald,
Für das Böse Alles wagend,
Mordruf weit und breit erschallt!