O erkläret mir das Räthsel
Der umringenden Natur,
Zu den Wundern, zeiget, gebet
Mir nur eine einz’ge Spur!

Unbegriffen, unverstanden,
Seh ich sehnsuchtsvoll mich um,
Fragend all das Welten Chaos:
Und das Chaos bleibet stumm.

Welten Chaos, Menschen Chaos
Chaos in des Menschen-Brust,
Heil’ge Liebe, glühend Hassen,
Düster Gram und heit’re Lust!

Wie es lodert, wie es flammet,
Finstre Wolke, schwanker Kahn,
Heil’ger Muth und süßes Hoffen:
Bleibet in dem morschen Kahn!

[Der Leuchtthurm.]

Ein Morgen, ein schöner Morgen bricht an,
Ein Morgen voll goldener Sonnen!
Es reifen die herrlichsten Früchte alsdann,
Von ewiger Dauer umsponnen.

Ein Morgen, ein schöner Morgen bricht an,
Ein Morgen voll goldener Sonnen!
Wann bricht er, wann bricht jener Morgen an,
Dess’ Roth noch heut nicht begonnen?

Der Morgen, der goldne, dem Welttheil gleicht,
Entdeckt in großen Gedanken,
Der muthige Denker, der kühn ihn erreicht,
Er trat mit der Welt in die Schranken.