Des Sängers gleichgestimmte Brust,
So treu und hochgesinnt,
In Wonne, überird’scher Lust,
Vereint die Künstler sind:

Ein schön Duett, so kühn, so zart,
Wird aufgeführet bald,
Kein einz’ger Mißton, rauh und hart,
Aus ihren Kehlen schallt:

Nur himmlisch Licht, Gerechtigkeit,
Nur Klarheit, Himmels Bild,
Verschwunden Unbill, Neid und Leid,
Nur Englein strahlend mild!

Kanaria’s Flug, Kanaria’s Traum
Im Himmel Sieben schwebt,
Erwachend aus dem eignen Flaum
Das Vöglein sich erhebt.

Des Käfigs Wand, des Käfigs Luft! —
Das Vöglein faßt sich schnell:
Die Wirklichkeit ist enge Kluft,
Der Traum ein Lebensquell.

[Gegen die Vivisektion.]

Ein unbekanntes Band der Seelen kettet
Den Menschen an das arme Thier,
Das Thier hat einen Willen — ergo Seele —
Wenn auch ’ne kleinere als wir.

Ein Mensch, mißbrauchend die Gewalt und Stärke,
Ein lebend Herz zerreißen — wie?
Wer gleicht denn hier dem wilden Thiere,
Ist es der Mensch, ist es das Vieh? —