Weicher wurden meine Saiten,
Düstrer ward mein Blick,
Sprich, wie soll ich Dich mir deuten,
Räthselhaft Geschick?
Bessere Gefühle ringen
Sich in meiner Brust,
Besserem wird schwer Gelingen —,
Schadenfrohe Lust!
Nicht mehr grad’ wie Pol zum Pole,
Fass’ ich’s im Begriff,
Von dem Scheitel bis zur Sohle,
Gleicht’s unsich’rem Schiff.
Aus dem positiven Grunde
Ward ein Frührothschein,
Trau’ mein Urtheil kaum dem Munde,
Könnte irrig sein.
Als da leuchteten die Sterne,
Holden Glückes Schein,
Kannt’ ich in der weitsten Ferne
Jeden Punkt allein.
Wie mit Seherblick begabet,
Traf ich Alles recht,
Ob ihr Falsches, Böses gabet,
Kannt’ es gleich für schlecht.
Helle Sterne untergingen,
Dunkel mich umgiebt,
Wolken lagern auf den Dingen,
Kenn’s nicht, was mich liebt.
Kann es schwer nur unterscheiden
Was da falsch, was echt —,
In der Finsterniß der Leiden,
Wird das Auge schlecht.
Kehret wieder, goldne Sterne,
Holden Glückes Schein —
Daß ich finde in der Ferne
Jeden Punkt allein.