Ferne sang ein Vögelein:
„Menschenherz, so groß und klein,
Buntester Gefühle Strauß,
Schau’st so treulich heute aus!“

Vögelein, Dein Lied ist wahr,
Dankestreue in mir weilt,
Beten werd’ ich immerdar:

Jenen, der heut von uns eilt,
Gott im Himmel ihn bewahr
Aller Orten, wo er weilt!

Poesie ist Leben,
Prosa ist der Tod,
Engelein umschweben
Unser täglich Brod.

O sieh, wie sich’s thürmt,
Die Welle sich bäumt,
Das Ufer ergrünt,
Von Blumen besäumt.

Es näh’rt sich das Boot,
Die Woge, sie schäumt.
Das Mägdlein, da drin,
Das Mägdlein, es träumt!

Und über dem Haupt,
Am Himmel aufwärts
Ein Zeichen von Gold,
Ein flammendes Herz! —