Bist als Meteor erschienen
Unsrer kalten Wirklichkeit,
Ach erschienen und entschwunden
All zu früh zur Ewigkeit.
Gabst die Liebe zur Parole,
Zum Panier Gerechtigkeit,
Daß sie eine Wahrheit werde
Die erträumte Menschlichkeit.
Und erwärmet ward die Erde,
Aufgericht’t das Ideal
Von des dritten Friedrichs Geiste,
Seines Herzens warmen Strahl.
Dritter Friedrich Du wirst leben,
Hier und dort der Edle lebt,
Unvergessen bleibt auf Erden
Wer schon hier zum Himmel schwebt.
[An L. zu P.,]
welche unbekannter Weise meine Handschrift oder einen Vers von mir wünschte.
Einen Vers hast Du bestellt,
Poesie scheint Deine Welt,
Denn Wer selber Poesie
Liebet und verehret sie.
Zeige Du Dein eigen Sein,
Laß mich in Dein Leben ein,
Auch das Herz ist stammverwandt —
Sympathie von Gott gesandt.
Kleine Blüthen, Röselein,
Alle unschuldsvoll und rein,
Wählte tief bewegt ich aus
Ach, zu einem Abschiedsstrauß.