[An Denselben.]

Die großen Blätter der Geschichte fallen,
Das eine, Prinz, es ist ganz voll von Dir,
Und alle Herzen, sie erobert’s Dir,
Und später Nachwelt wird es noch gefallen.

Wer sich des Schicksals, wie des Sieg’s bemeistert,
Gekröntes Leben in die Schanze schlägt,
Ein großes Herz im Heldenbusen trägt,
Zu aller Zeit der Menschen Sinn begeistert.

Drum Heil dem Tage, Prinz, der Dich geboren,
Du selber gleichst fürwahr dem goldnen Tag,
Dem Sonnengott vor Akropolis Thoren!
Doch auch dem Aar vor unsern Siegesthoren:
Daß Dich die Siegesgöttin stets begleiten mag!

[Die Poesie.]

Die Poesie, die Poesie,
Die Poesie hat immer Recht,
Sie ist von höherer Natur
Von übermenschlichem Geschlecht.

Und kränkt ihr sie, und drückt ihr sie,
Sie schimpfet nie, sie grollet nie,
Sie legt sich in das grüne Moos,
Beklagend ihr poetisch Loos!

[Zu einem Gemälde, welches nach dem Tode Kaiser Friedrich des Dritten erschien.]