[2] Als in Folge der Einreichung meiner Denkschrift über die Notwendigkeit einer längeren Frist vor der Bestattung an den hochseligen Kaiser sämmtliche Regierungen veranlaßt wurden, schleunigst darüber zu berichten, in welchem Umfange in den Ortschaften ihres Verwaltungs-Bezirkes für die Einrichtung von Leichenhäusern Sorge getragen ist.
(Denkschrift bei W. G. Korn, Breslau, sechste Auflage.)
[An den Kaiser Friedrich, damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm.]
Eilst von Sieg zu Siege
Pfeilschnell wie Achill,
Held in jedem Kriege,
Sprichst Du nur: ich will!
Fliehen Feindesheere
Und ergeben sich,
Werfen weg die Speere,
Unterwerfen sich!
Doch in Deinem Ruhme,
Dicht im Lorbeer, wächst
Noch ’ne große Blume,
„Menschlichkeit“ zunächst.
Drum gewähre heute
Was der Dichter fleht:
„Wenn des Todes Beute-
Feld voll Leichen steht. —
„Die Gefallnen lasse,
Ob auch scheinbar todt —
Oft der Todten Masse
Manch Lebend’gem bot; —
„Die Gefallnen lasse
Nicht vergraben bald,
Heldenmienen, blasse,
Sterben nicht sobald;
„Daß nicht in der Tiefe
Solch ein Held erwacht,
Und nach Hilfe riefe
In dem finstern Schacht!“