Bald ward die Erde grün,
Und tausend Blüthen blühn,
Das Paradies von Neu
Erstand, bei meiner Treu!
Arglos und harmlos,
Durchs Leben hin,
Kommt mir das Böse
Nicht in den Sinn!
Arglos und harmlos,
Glücklich ich bin,
Hör’ ich das Böse,
Denk’ ich nicht hin!
Und kaum ist’s verhallt,
Vergess’ ich es bald,
Vergesse um zu vergeben,
Vergebe, um zu erheben.
Zum reinen Leben,
Durch güt’ge Gewalt.
[Dem Kaiser Wilhelm I.][2]
Sonett.
Staunest ob der Alpenhöhe,
Sinkest nieder vor den Sternen,
Vor dem Glanz des Meteores
Aus den unbegriffenen Fernen;
Staun’ nicht ob der Alpenhöhe,
Sink’ nicht nieder vor den Sternen,
Vor dem Glanz des Meteores
Aus den unbekannten Fernen:
An und für sich sind sie wenig
— Wahre Größe wohnt im Geist —
Staune an den großen König,
Den mit Recht man „Ersten“ heißt —
Jeder Zoll ein Kaiser-König,
Der die Völker mit sich reißt! —
Anmerkung