Düstre Nacht und lange Schatten
Ueber Land und über Meer,
Die Gestalten, bleichen, matten,
Rücken immer, immer näh’r! —

Da — ein Leuchten längs des Meeres —
Ach, der Liebe Sonnenschein,
Stärker als die Macht des Heeres —
Rücket in die Nacht hinein.
Spricht zum Elend: horch, ich lehr’ es,
Daß zuletzt der Sieg doch mein!

[Ausdauer.]

Wenn ich so in Unruh’ lebe,
Zwischen Angst und Hoffnung schwebe,
Sagt mir Etwas: habe Muth,
Noch ’ne Weile, dann wird’s gut.
Einst noch, ja auf Erden hier,
Wird ein Ruhehafen Dir,
Wie Oase in der Wüste,
Leuchtet Dir die schöne Küste!
Und zu diesem sichern Port,
Auf zu diesem Wonneort,
Wird Entsetzen, Qual und Bangen —
Diese Fluthen nie gelangen!

Dort Du auf vergang’ne Stürme,
Die vor Dir einhergebraust,
Wie auf kleine Kartenthürme
Gleichgültig herniederschau’st.
Ja, es wird Dir Freiheit, Frieden,
Wonn’ge Ruhe noch hienieden,
So ward es von Gott beschieden:
Sei indeß damit zufrieden!

Das Paradies verschwand,
Die Erde vor mir stand
Ganz schwarz und anzubaun:
Mich faßt ein tiefes Grau’n.

Doch faßt’ ich mich geschwind,
Und rasch, wie Seltne sind,
Ward ich ein Ackersmann
Und fing die Arbeit an;