Habt ihr mir es gar verleidet,
Dieses kleine Leben, ach,
Wenn mein Geist einst von euch scheidet,
Sag’ ich euch nichts Gutes nach;
Denn das Aller-Allerbeste,
Trug ich glücklich in der Brust,
Freudig glich sie einem Feste,
Täglich feiernd neue Lust!
Und die frohen Blüthen alle,
Breitete ich vor euch aus:
Wieder gab’t ihr mir nur Galle,
Machtet traurig, ach mein Loos!
Purpurn glänzt die Abendröthe,
Still der Prosna zugekehrt,
Man ein Frau’nbild beten hört:
Warum weint Frau Margarethe?
Fremdling frägst, warum ich bete?
Hast von der Legion gehört,
Die vom Schwerte ausgezehrt,
Polens Boden blutig säte?
Lieber Sohn war mit dabei,
Hochgelehrt und achtzehn Jahr,
Stärker war die Tyrannei;
Reichte das Schwert ihm selber dar,
Fremdling, eine Thräne weih’:
Polens Asche, sei fruchtbar! —
Alles grünt und alles blüht,
Aber nicht in meinem Herzen,
Ach, in meinem Herzen glüht
Nur das Morgenroth der Schmerzen;