Thränen könnet ihr entlocken
Aus der tiefsten Seele mir,
Doch gemischt sind diese Thränen:
Freuden auf des Schmerzes Grund! —

Dorten winkt ein neuer Morgen,
Dorten bin ich wieder „ich“,
Nicht allein und ganz geborgen
Find’ ich, meine Mutter, Dich!

Was ich Hohes je geträumt,
Was ich Sinniges gedacht,
Was sich mir im Geist gereimt,
Wenn die Seele hat gelacht.

Alles, Alles ist verklungen,
Sieht mich fast gespenstisch an,
In den Abgrund ist’s gesprungen,
Funkelt wie ein Feuermann! —

[In der Schweiz.]

Unter Felsen wandelst Du,
Unter Träumen wirkest Du,
Wandle, wirke immer zu,
Doch das Herz find’t keine Ruh.

Nicht die Wüste, nicht der Strand,
Nicht die Küste, nicht das Land
Bringen es zum Schweigen
Wenn der Schmerz sein eigen.