Kennst Du nicht das Licht des Lebens,
Kennst Du seine Schatten nur,
Nicht des Lebens goldne Sonne,
Nur des düstern Nebels Spur?

Zage nicht, die Truggestalten
Schwinden hin gleich eitlem Schein,
Dorten wird die Tugend leuchten,
Und das Blendwerk dunkel sein!

Hoch auf der Berge Gipfel
Vergeß’ ich die ganze Welt,
Der Selbstsucht bunte Wipfel,
Die Bosheit und das Geld.

In kleiner mosiger Hütte,
Da leb’ ich so wohlgemuth,
Voll Gottesfurcht im Herzen,
Im Herzen froh und gut.

Der Morgen höret mich beten,
Der Abend den Gottes Dank,
Es ernten Diejenigen, die säten,
Ihr ganzes Leben lang.

Es grünen die Bäume des Waldes,
Es kündigt der Frühling sich an,
Hinweg mit dem frostigen Winter,
Der Frühling ist ein sanfter Mann!

Die langen goldnen Strahlen,
Sie sind wie ein langes Haar!
Die Veilchen im tiefen Grase,
Sind blau wie ein Augenpaar!