’S ist ja Alles nur ein Träumen,
Nur ein silberweißes Schäumen
Von dem Meere, das erst wird;
Wie ein Degen, der da klirrt,
Eh er aus der Scheide irrt
Zu den thatengroßen Räumen:
Wie der Aar die Schwingen hebt,
Wenn er noch im Neste lebt,
Eh’ er auf gen Himmel schwebt.
Du siehst das Vöglein in den Lüften fliegen,
Die kleinen Blüthen auf dem Rasenland,
Die Käfer schwirrend in den blauen Lüften
Und mitten hin des Stromes Silberband!
O freue Dich! denn nur durch Wunder
Schwebt in der Luft das Vögelein,
Die Blüthen und der Strom sind Wunder!
Wo Wunder sind, muß Gottes Tempel sein! —
Es scheint der Mond so helle,
So silbern strahlt der Mond,
Ich stehe auf der Schwelle,
Wo all’ mein Lieben wohnt.
Ich stehe still und segne
Den Platz, das Haus, die Luft,
Daß niemals drin begegne,
Was Schmerz und Thränen ruft.