Ihr Vöglein, die ihr in Freiheit,
O singet den Menschen nichts vor:
Die Menschen sind schlechte Verwandte!
So sangen die Vöglein im Chor!
Es wankt der Boden unter unsren Füßen,
Des letzten Morgenrothes heilige Parole,
Gesegnet schön und anerkannt von Pol zu Pole:
Die Menschlichkeit ist aus und Thränen fließen.
Es zieht die Nacht hinaus, die Schwerter blitzen,
Das Irrlicht sprüht, kein einzig klares Sternlein glüht,
Das zarte Blümlein unter Rosseshuf verblüht, —
Die Pulse glühn, die Leidenschaften sich erhitzen.
Was wird aus dieser späten Nacht entstehen?
Das Schönste, was man glaubt, es wird zum Raube,
Und Lieb’ und Duldung liegen tief im Staube,
Was bleibt von allen Erdengütern da noch stehen?
Der müde Wandrer sitzet am Steg,
Vorüber eilet der Fluß,
Am Ufer lehnend, die Hände gekreuzt,
Und badet den müden Fuß.
Die Hände so braun und braun ist der Fuß,
Noch brauner ist das Gesicht,
Wo kam er nur her, der müde Gesell?
Wahrhaftig, ich weiß es nicht.
Die Nemesis, sie waltet
Bei Allem, was man thut,
Nehmt euch in Acht, ihr Menschen,
Die Nemesis nie ruht.