Ist auch die Zahl der authentischen Fragmente nur klein, so sind wir über Demokrits Lehren doch besser unterrichtet als über die Ansichten zahlreicher anderen Philosophen. Man hat mit Recht bemerkt, daß er eifriger ausgeschrieben als abgeschrieben wurde (F. A. Lange, Gesch. d. Materialismus. 1873. Bd. I. S. 11). Zumal durch Aristoteles und durch Lukrez sind wir mit Demokrits Anschauungen ziemlich genau bekannt. Selbst in der Überlieferung erscheinen sie als »so klar und folgerichtig, daß sich das kleinste Bruchstück mit Leichtigkeit dem Ganzen einfügen läßt« (Lange, a. a. O.).

[190] Lucretius Carus, De rerum natura. S. an späterer Stelle dies. Buches.

[191] 5. Buch. 181–194.

[192] 5. Buch. 419 u. f.

[193] Cardanus, De subtilitate. lib. XI. (Cardani operum tom. III. Lugduni 1663. p. 549.) Auf diese Stelle machte mich Leopold Löwenheim aufmerksam. Siehe auch die von ihm herausgegebene Schrift: Die Wissenschaft Demokrits und ihr Einfluß auf die moderne Naturwiss. Von Louis Löwenheim. Berlin 1914.

[194] Über diese Zusammenhänge siehe auch die soeben erwähnte Schrift Löwenheims.

Über den Einfluß, den die demokritischen Anschauungen auf die weitere Entwicklung der Wissenschaften ausgeübt haben, wurden von Louis Löwenheim eingehende Untersuchungen angestellt. Löwenheims Arbeit ist bisher nur im Auszuge (s. S. 74 Anm. 2) veröffentlicht. Sie ist dem Verfasser nach dem Erscheinen seines Werkes durch den Sohn des verstorbenen Forschers im Manuskript zugestellt worden, um bei einer neuen Auflage berücksichtigt zu werden. Dies konnte an mehreren Stellen dieses Bandes geschehen.

[195] Fr. Schultze in der Zeitschrift Kosmos. 1877. 8. u. 9. Heft.

[196] Siehe auch H. C. Liepmann, Die Mechanik der Leukipp-Demokritischen Atome. Leipzig 1885.

[197] Schaubach, Anaxagorae fragmenta. Lipsiae 1817. Mullachius, Fragm. phil. graec. Parisiis. I u. II. 1860–1867. Vor allem aber Diels' »Vorsokratiker«.