[664] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.

[665] Ich verdanke darüber Herrn Prof. E. Wiedemann folgende Bemerkung: Es scheint, als ob ein Ereignis, das sich in Persien abgespielt hat, auf Ägypten übertragen wurde. Ibn Khaldun, ein arabischer Historiker, bemerkt: Wir wissen, daß die Mohammedaner bei der Eroberung Persiens eine Unzahl von Büchern vorfanden und daß ihr Feldherr Saad Ibn Abi Waggâs beim Kalifen Omar anfragte, ob diese Bücher mit der Beute an die Gläubigen zu verteilen seien. Omar antwortete: »Wirf sie ins Wasser. Enthalten sie etwas, was zur Wahrheit führt, so haben wir von Gott, was uns noch besser dahin leitet. Enthalten sie aber Falsches, so sind wir derselben ledig.« Infolge dieses Befehles vernichtete man die Bücher durch Wasser oder Feuer.

[666] Genaueres über das wechselnde Schicksal der in Alexandrien aufbewahrten Bücherschätze siehe bei Ritschl, S. 188, Anm. 1.

[667] Wüstenfeld, Die Akademien der Araber und ihre Lehrer. Göttingen 1837.

[668] S. 304.

[669] Die Nestorianer waren um 450 aus dem byzantinischen Reich vertrieben worden. Durch sie wurden die Araber mit den syrischen Übersetzungen astrologischer und alchemistischer Schriften bekannt. Eine selbständige alchemistische Literatur als Fortsetzung der griechischen und syrischen schufen die Araber wohl erst während der Herrschaft der Abbasiden (750–1258). Man kann wohl mit E. v. Lippmann (Alchemie S. 357) annehmen, daß die Araber, sobald sie auf das Treiben der Goldmacher aufmerksam wurden, sich der Alchemie nicht aus wissenschaftlichem Interesse zuwandten, sondern weil sie durch die Aussicht auf Gewinn dazu verlockt wurden.

[670] M. Berthelot, Die Chemie im Altertum und im Mittelalter. Herausgegeben von E. Kalliwoda und F. Strunz. Leipzig und Wien 1909. Berthelots Buch ist nach E. v. Lippmann zum Teil wenig zuverlässig.

[671] Siehe v. Lippmann, Über das Feuerbuch des Marcus Graecus in der »Alchemie«. 1919. S. 477 u. f.

[672] Das Manuskript befindet sich im Britischen Museum. Näheres siehe in v. Lippmanns »Alchemie«.

[673] Sie befindet sich in Cambridge. Siehe Berthelot a. a. O. S. 43.