[28] Scheiner, Oculus, hoc est fundamentum opticum. 1619.
[29] Scheiner, Oculus, Liber III. Pars I. Cap. VI. Refractio radii visorii ex aëre in tunicam Corneam. VII. Refractio e Cornea in humorem Aqueum. Cap. VIII. Densitas humorum oculi comparata. Cap. IX. Refractio radii ex Aqueo humore in Crystallinum. Cap. X. Refractio crystallino humore in Vitreum. Cap. XI. Refractio e Vitreo humore in tunicam Retinam.
[30] Libri, Histoire des sciences mathématiques en Italie. Bd. III. S. 201.
[31] In seinen Galilei-Studien handelt E. Wohlwill von zahlreichen, das Leben Galileis betreffenden Einzelheiten (Mitteilungen zur Gesch. der Med. u. Naturwissensch.). Wohlwill unternimmt darin auch die Nachprüfung mancher Angaben der Biographen Galileis. Als erster unter diesen ist Niccolo Gherardini zu nennen. Er hatte Galilei 1633 kennen gelernt und gab 15 Jahre nach Galileis Tode die erwähnte Biographie heraus. Auch einem Schüler Galileis, Vincenzio Viviani, verdanken wir eine Schilderung des Lebens seines Meisters. Ihr Titel lautet: Raconto istorico della vita di Galileo Galilei.
Eine von Wohlwill unternommene Würdigung der Galilei-Biographie Vivianis hat ergeben, daß die Angaben Vivianis nur mit Vorsicht aufzunehmen sind. Vivianis Darstellung zeigt, wie manche von Schülern herrührende Biographien, den Fehler, daß die Objektivität der Darstellung unter der pietätvollen Gesinnung des Schriftstellers leidet. Wohlwill kommt zu dem Ergebnis, daß die Angaben Vivianis, für die eine Bestätigung durch anderweitige Zeugnisse fehlt, als hinreichend beglaubigte Daten nicht angesehen werden können. Zu weit scheint Wohlwill zu gehen, wenn er Viviani absichtliche Fälschungen vorwirft und z. B. annimmt, er habe Galilei die Erfindung der Pendeluhr zugeschrieben, während Viviani sie sehr wahrscheinlich selbst erfunden habe.
[32] Forschungen über die Vorgänger Galileis hat P. Duhem angestellt. Siehe darüber auch den I. Band.
[33] Galilei, Opere complete ed. Alberi, VI. 11–12.
[34] Allerdings nicht allein wegen seiner Anhängerschaft an Koppernikus.
[35] Verbürgt ist dies nicht. Nach neueren Untersuchungen handelt es sich sogar wohl nur um eine Erfindung, mit der man Galilei einen besonderen Nimbus zu verleihen bezweckte. – Nach Wohlwill (Galilei-Studien in den Mitteil. zur Gesch. d. Med. u. Naturwissensch. Bd. IV. N. 27. S. 247) ist Gustav Adolf sogar niemals in Italien gewesen.
[36] Galilei sah zuerst drei Trabanten. Das war am 7. Januar 1610; einige Tage später erblickte er alle vier. Darauf verfolgte er ihre Bewegungen mehrere Monate sehr genau. Zu Ehren seines Herrscherhauses nannte Galilei die Jupitermonde die »Mediceischen Gestirne«. Gegen Ende des Jahres 1610 entdeckte Galilei die Lichtgestalten der Venus.