[499] D. h. man muß den Analysator, um wieder das Minimum der Intensität zu erzielen, entweder im Sinne des Uhrzeigers oder entgegengesetzt drehen.
Rechtsdrehend sind z. B. Lösungen von Rohrzucker, Milchzucker, Rechtstraubensäure, Cinchonin, Chinidin.
Linksdrehend sind Lösungen von Äpfelsäure, Strychnin, Brucin und Chinin. Brucin und Chinin wurden von Jellet vorzugsweise als Material für seine Untersuchungen benutzt.
[500] 1 grain Salizin im Kubikzoll.
[501] Näheres siehe im III. Bande S. 150 u. f.
[502] Siehe Bd. III, S. 199 u. f.
[503] Siehe das auf S. 171 des III. Bandes angeführte Beispiel des Bariumsulfats.
[504] Zur Orientierung über die drei benutzten Alkaloide Strychnin, Brucin und Codëin diene folgendes:
Eine Chemie der Alkaloide entstand erst seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts. Zuerst wurde das 1805 isolierte Morphium oder Morphin als basische Verbindung erkannt.
Im Jahre 1818 entdeckte man das Strychnin als wirksamen Bestandteil der Brechnuß (Strychnis nox vomica). Seine Formel ist C21H22N2O2. Das Brucin erhält man aus den Mutterlaugen der Strychningewinnung. Brucin ist ein Derivat des Strychnins und in Alkohol leichter löslich als dieses, weshalb Brucin bei der Abscheidung des Strychnins in der Mutterlauge zurückbleibt. Brucin hat die Formel C23H26N2O4. Es wurde 1819 entdeckt. Mit dem Codein wurde man 1832 bekannt. Es findet sich im Opium und ist ein Derivat des Morphins. Die Formel des Codeins ist C18H21NO3.