Ich habe alles versucht, aber umsonst. Erst bringt mich Weydemeyer um 15 Pfund. Ich schreibe nach Deutschland an Streit (weil der in der Schweiz an Dronke geschrieben hatte). Er antwortet nicht einmal. Ich wende mich an Brockhaus und biete ihm Artikel für die Gegenwart von unverfänglichem Inhalt. Er schlägt in einem sehr höflichen Briefe ab. Endlich laufe ich in der letzten Woche den ganzen Tag mit einem Engländer herum, der mir den Diskonto für die Wechsel auf Dana verschaffen wollte. Pour le roi de Prusse.[1]

Das Beste und Wünschenswerteste, was passieren könnte, wäre, wenn mich die Landlady zum Haus hinauswürfe. Ich wäre dann wenigstens die Summe von 22 Pfund quitt. Aber so viel Gefälligkeit ist ihr kaum zuzutrauen. Dazu Bäcker, Milchmann, Teekerl, greengrocer,[2] alte Metzgerschuld noch. Wie soll ich mit all dem Teufelsdreck fertig werden? Endlich, in den letzten acht bis zehn Tagen, habe ich einige Schilling und Pence, was mir das Fatalste ist, aber es war nötig, um nicht zu verrecken, von Arbeitern gepumpt.

Du wirst aus meinen Briefen ersehen haben, daß ich die Erbärmlichkeiten wie gewöhnlich, wenn ich selbst darin stecke und nur nicht von weitem davon höre, mit großer Indifferenz durchwate. Indes que faire?[3] Mein Haus ist ein Lazarett, und die Krise wird so störend, daß sie mich zwingt, ihr meine allerhöchste Aufmerksamkeit zu schenken. Que faire?

Unterdessen ist Herr Goegg wieder auf der Lustfahrt nach Amerika, steamer first class.[4] Herr Proudhon hat einige 100 000 Franken für seinen Anti-Napoleon eingesteckt und Vater Massol ist so großmütig, mir das miner, fouiller[5] usw. zu überlassen. Je le remercie bien.[6]

Dein K. M.


[1] Für den König von Preußen [das heißt umsonst].

[2] Gemüsehändler.

[3] Was tun?

[4] Per Dampfer in der ersten Klasse.