Es ist physisch unmöglich, Dir den ganzen Artikel zu übersetzen. Heute morgen erhielt ich ihn. Den ganzen Tag auf dem Kontor beschäftigt, daß ich nicht wußte, wo mir der Kopf stand. Heute abend 7 bis 8 Uhr Tee getrunken und das Ding eben durchgelesen. Dann ans Übersetzen. Jetzt – 1/212 Uhr – soweit wie ich’s Dir schicke, bis zum natürlichen Absatz des Artikels. Um 12 Uhr muß er auf der Post sein. Du siehst, Du bekommst, was irgend geleistet werden kann.

Der Rest wird sofort übersetzt – nächste Woche schickst Du ihn entweder via Southampton oder am Freitag. Mache inzwischen Deinen weiteren Artikel nur fertig, ein Teil kann vielleicht schon Freitag gehen, wo nicht, den folgenden Dienstag, wo wieder ein Yankeesteamer ist. Also das hat nichts zu sagen. Sorge nur, daß ich das Manuskript früh erhalte, ich erwarte Weerth jeden Tag und muß dann doch suchen, mich mit der Zeit einzurichten, denn am Tage bin ich im Commerce mehr wie vollauf beschäftigt.

Grüße Deine Frau und Kinder, Dronke, Lupus, Freiligrath.

Dein F. E.

Gib acht, die Kölner kommen doch nicht los, der Präsident ist ein Hund, wie hat er den Bürgers schikaniert.

197

16. Oktober 1852.

Lieber Marx!

Wie die Sache jetzt eingeleitet ist, kann’s gar nicht fehlen. Der Brief von Stieber ist eine Entdeckung, die mehr wert ist als alle australischen Goldgruben. Welches Glück, daß der malheureux Nothjung diese alten Neue Rheinische Zeitungspapiere aufgehoben und damals nach London geschickt hat! Ich hoffe nur, das Ding kommt an, denn so etwas zu unterschlagen, würde selbst der Oberprokurator für kein Verbrechen halten. Du hättest diesen Brief besser nicht mit dem Auftrag des Registerns geschickt, sondern sonstwie. Zwischen Frankfurt und Köln kann immer noch ein Pech passieren, und wenn auch die Kopie schon viel beweist, so ist das Original doch zu wichtig. Jemand mußte es selbst oder per Expreß nach Köln bringen. Indes ich hoffe, es geht gut.

Auch die anderen Dokumente sind sehr schön, und wir werden jetzt einen Hallo schlagen, der kolossal ist.