Dies kriegisch-westfälische Verfahren, die Tölpelei, nach achttägigem Aufenthalt in London einen Zug zu wählen, der mitten in der Nacht ankommt, nahm mich wenig für den Mann ein. Weitere Verhandlungen haben den Mann in meinen Augen etwas, aber nicht sehr, gehoben. Er will sich bei Borchardt mit Briefen von Dir und Kinkel (beinahe so gut wie Marx und Pieper) präsentieren, dem kleinen Heckscher ohne weiteres und ohne Introduktion auf die Bude stürzen, wo er dann erwartet, daß dieser ihm gleich alle Aufschlüsse über seinen Trade geben und aus Freude über den neuen „wissenschaftlichen“ Umgang seinem neuen Konkurrenten die halbe Praxis abtreten wird – und was dergleichen Biedermannsgedanken mehr sind. Die Dummheit, zu Kinkel zu gehen, schadet ihm mehr als sie ihm nützt. Kinkel gibt ihm Brief – nicht an Herrn, sondern an Frau Schunck, eine Unverschämtheit und ein direkter grober Bruch der englischen Etikette .... Außerdem ist Monsieur Jacobi, à ce qu’il me parait,[3] nicht der Mann, sein Glück hier zu machen.

Sobald mein Herr Alter fort ist, schicke ich Dir einiges Geld. Früher kann ich nicht gut etwas nehmen, da ich jeden Tag riskiere, daß er einmal mein Konto nachliest, was allein schon heitere Erörterungen geben wird, die ich lieber schriftlich abmache.

Die Idee, ich schriebe nicht, weil ich „bös“ sei, hat mich lachen gemacht. De quoi donc?[4]

Grüße Deine Frau und Kinder und halte den Dreck wenigstens aus, bis ich wieder freie Hand habe – hoffentlich binnen acht Tagen.

Dein F. E.


[1] Was tun?

[2] Gepfropft voll.

[3] Wie es mir scheint.

[4] Worüber denn?