»Miß Fanny,« bat Curtis.

»Für wie eigennützig — niedrig denkend müssen Sie mich halten, daß Sie mir Ihre Reichthümer aufzählen, als ob Sie glaubten, dadurch mein Herz bestechen zu wollen.«

»Miß Fanny!« sagte Curtis, und war wie vom Schlag gerührt; Scham und Freude rangen in seiner Brust um die Oberherrschaft. Scham, da er fühlte, wie Recht sie hatte; — Freude aber, da dieser Ausbruch des Gefühls ein sicheres Geständniß ihrer Zuneigung zu ihm war. Die Freude trug aber nach kurzem Ringen den Sieg davon.

»Fanny,« flüsterte er und faltete bittend die Hände — »Fanny — wollen Sie die Meine sein?«

Fanny, mit noch immer abgewandtem, verhülltem Gesicht reichte ihm ihre Hand, die er glühend an seine Lippen preßte.

»Es wird spät, Mr. Curtis,« flüsterte endlich das holde Mädchen, indem sie leise die Hand entzog und von ihrem Stuhl aufstand — wie mit Purpur übergossen war ihr liebes Angesicht — »wir müssen uns für heute Abend trennen — sprechen Sie Morgen mit meinem Onkel.«

»Fanny,« sagte Curtis noch ein Mal und wollte seinen Arm um ihre Taille legen, »Sie haben mich zum Glücklichsten — «

Fanny stieß einen leisen Schrei aus, denn mit fürchterlichem Gepolter kam ein großer Stein zu dem niederen Kamin herunter, daß Funken und Asche weit umherstiebten; gleich darauf schlugen die draußen gelagerten Rüden an, und umbellten wüthend das Haus.

»Was um Gotteswillen?« rief Curtis.

»Sick' em!« sagte der alte Peterson im Schlaf die Hunde antreibend.