»Ach Miß Fanny,« seufzte Curtis, der jetzt einmal im Gang, auch alle Furcht und Scheu überwunden hatte, »Sie müssen es lange gemerkt haben, daß ich Sie liebe; wissen Sie wohl noch das letzte Klötzeroll-Fest?« Fanny nahm die kirschrothe Unterlippe zwischen die Perlzähne und blickte still vor sich nieder. »Ich bin allein,« fuhr Curtis jetzt selbst mit niedergeschlagenem Blicke fort — »ich habe Niemanden zu Hause, der — der Theil an mir nimmt — oder der — der mich lieb hätte; ich — ich habe lange gewünscht, — lange gewünscht ein Herz zu finden, das — das gern in meiner Nähe wäre. Da bin ich denn hierher gekommen — Miß — Miß Fanny.«

Fanny spielte verlegen mit der Schnur der Kugeltasche, die an der Seite des Kamins neben ihr herunter hing. —

»Und wollte Sie fragen, Miß« — fuhr Curtis mit angehaltenem Athem fort — »ob Sie — ob Sie Ihr Schicksal mit einem Manne theilen wollten, der — der es brav und ehrlich meint, und Alles thun wird, was in seinen Kräften steht, Sie glücklich zu machen.«

Ein tiefgeholter Seufzer kündete jubelnd die vollendete Erklärung, das Abrollen des Felsengewichts, das bis zu dem Augenblick seine Brust beängstigt hatte.

Fanny sprach kein Wort, nur manchmal warf sie einen ängstlichen Blick nach der Thür und nach dem kleinen Fenster, das, mit einer dünnen weißen Gardine verhangen, dem Kamin gegenüber angebracht war.

»Miß Fanny,« flüsterte jetzt, durch dies bedeutungsvolle Schweigen kühn gemacht, der Glückliche — »Miß Fanny, ich bin auch kein hergelaufener Squatter, der Nichts hat, als seine Axt und Büchse, und mit jedem neuen Frühjahr auch wieder eine neue unbewohnte Gegend aufsucht — ich habe ein recht wohnliches Haus mit einer kleinen Küche und dem Rauchhaus — neun Acker urbar gemachtes und gut eingefenztes Land, auch ein kleines Rübenstück — zwei ausgezeichnet gute Pferde — sieben und dreißig Stück Rindvieh, einige vierzig Schweine, eine vorzügliche Stahlmühle, vier Hem — die beste Büchse im ganzen Revier und einen kleinen Neger von — «

Curtis hielt plötzlich inne; der Neger war ihm wider Willen herausgefahren, und Fanny barg plötzlich ihr Gesicht im Taschentuch und wandte sich ab — Hals und Nacken färbten sich ihr hochroth; — lachte sie ihn aus?

Eine peinliche Pause entstand — um Gotteswillen — sie schluchzte.

»Ach Gott! — Miß Fanny — was fehlt Ihnen? habe ich Sie durch irgend etwas gekränkt oder beleidigt? o mein Himmel, so reden Sie doch — Sie bringen mich zur Verzweiflung.«

»Mr. Curtis,« flüsterte endlich das schöne Mädchen noch immer hinter dem Tuche vor —