[6]: Die ledernen gamaschenartigen Ueberzieher der Jäger.
»Mein Poney?« sagte Hennigs halb verwundert, halb ungläubig, und hob den Blick zu ihm auf.
»Nun ja, das dort drüben gehört doch Euch, wie? so eine kleine rauhhaarige Bestie giebt's ja weiter gar nicht am ganzen Missouri.«
Hennigs war mit einem Satz neben ihm und blickte hinaus; wer aber beschriebe seine freudige Ueberraschung, als er dort, mitten zwischen Draper's Pferden, die durch das Unwetter heimgetrieben waren, sein eigenes, liebes, kleines Poney erkannte, an das er den ganzen Morgen mit einem recht wehmüthigen Gefühl gedacht, und jetzt schon viele, viele Meilen von da entfernt, todtmüde durch den anstrengenden Ritt eines Verzweifelten, vermuthet hatte.
War denn Benjamin zu Fuße fort? so thöricht konnte er doch nicht gewesen sein.
»Wie ist denn Pitt eigentlich hierher gekommen?« frug Hilbert in diesem Augenblick, und überzählte leise murmelnd die Pferde, die fast sämmtlich in verschiedenen Gruppen vor dem Hause standen.
»Auf seinem Fuchs,« sagte Hennigs schnell, und blickte forschend nach dem eben genannten Thier umher.
»Auf dem Goldfuchs?«
»Ja; aber ich sehe ihn nicht.«
»Der ist auch nicht hier!« meinte Hilbert, »am Haus wenigstens nicht; denn ich bin seit länger als einer Stunde auf, und fast die ganze Zeit draußen gewesen.«