– »darf kindlich der Milde des Vaters vertraun!« stieg eine bläulich-rothe, bengalische Flamme auf, die das ganze Theater in ihren magisch rosigen Schein hüllte.
»A – h –« tönte es aus jedem Munde – der Eramit hob, wie betend, seine Hände empor, und – der Vorhang fiel schnell.
Da erst gewann Publicum Athem und Besinnung wieder.
»Caspar 'raus!« tobte jetzt die Menge – »'raus! 'raus! Caspar 'raus!«
»Samiel ooch!« piepte die ganz feine Stimme.
»Caspar 'raus – 'raus mit 'em Caspar!«
Osfeld und Wehrig suchten Caspar zu überreden, daß er sich doch »dem Volke zeigen möchte,« dieser aber, der sich schon eines höchst nöthigen Kleidungsstückes entledigt hatte, rief ihnen entgegen:
»Ich kann ja nicht – ich bin ja schon ausgezogen –« doch was halfen solche Entschuldigungen – »es tobt der See, und will sein Opfer haben.« »Caspar 'raus,« donnerte die Menge, und er mußte, wohl oder übel, in das Kleidungsstück zurückfahren. Schnell zog er sich dabei noch den alten Oberrock über, frug den Director, als er sich die Haare aus dem Gesicht strich und die zwei untersten Knöpfe einhakte, »was zeig' ich denn an?« und trat auf die schnell gegebene Antwort hinaus.
»Bravo!« schrie die Masse – »noch emal so en Feier!« eine einzelne Stimme, und Caspar sprach, die rechte Hand auf dem Herzen und mit tiefer Verneigung:
»Ich hoffe – diesen Beifall – nicht verdient zu haben – heute über acht Tage« – fuhr er dann aber mit etwas erhöhter Stimme fort, »werden wir die Ehre haben wieder aufzuführen: