»Oh, ich bin es fest überzeugt; versuchen Sie es nur! – Oh – keine Komplimente, bester Herr Schultze! – Jenes ist der Ausgang, wenn ich bitten darf; die Thüre hier führt in die Küche; – habe die Ehre mich gehorsam zu empfehlen!«
Der liebe Gott fand sich gleich darauf, mit seinem in Maculatur eingeschlagenen Manuskript, auf welchem mit großen Rothstiftbuchstaben »Hr. Schultze« geschrieben stand, auf der Straße und blieb im ersten Augenblick wirklich etwas überrascht stehen. Das hatte er nicht erwartet! – Er wollte die Menschen glücklich machen und trifft dafür auf solche Schwierigkeiten. Nun, Herr Beißig wird es auf jeden Fall nehmen!
Aber siehe da – auch hier schien es als ob er vergebens angeklopft habe; neue Schwierigkeiten, neue Entschuldigungen. Wieder wurde er zu einem Anderen geschickt und Nachmittags nahm er sich eine Droschke auf eine Stunde, um schneller aus einer Verlagshandlung in die andere kommen zu können.
Volle sechs Tage hatte er so mit immer gleichem Erfolg auf dem Pflaster gelegen, er beschloß also den siebenten zu ruhen und am nächsten Montag die noch übrigen fünfundfunfzig Buchhändler aufzusuchen, um sich später gar keine Vorwürfe machen zu dürfen. Da klopft es, als die Glocken eben zu läuten begannen, leise an seine Thür.
»Herein!« rief er, gerade nicht in der besten Laune.
»Ich habe das Vergnügen mit Herrn Schultze zu sprechen?«
»So nennt man mich hier!«
»Ihren Paß, wenn ich bitten darf!«
»Ich habe dem Wirth schon gesagt daß ich keinen bei mir führe.«
»Dann muß ich Sie freilich bitten mir zu folgen!«