„Aber der Schrothlauf taugt nichts,“ sagte Klaußen — „ich möchte das alte Ding nicht geschenkt haben.“ — Meier und Klaußen waren zusammen von Adelaide gekommen.
„Der Schrothlauf taugt nichts?“ rief Försterling — „Du hast noch keine Flinte gesehen, Klaußen, die so schön den Hagel auseinander wirft wie die — wenn ich in einen Baum hinein schieße und eine gute Portion Hagel drin habe, da ist auch kein Blatt drinnen von oben bis unten, das nicht was abkriegt.“
Der eine Amerikaner und Haye hatten sich indessen zum Feuer gesetzt und spielten eine Partie sechsundsechzig. Der Pole und der Deutsche von Texas waren auch mit zum Feuer gekommen, und lagerten Meier gerade gegenüber.
Der Pole, dessen Name, glaub’ ich, Keiner von allen wußte, hieß immer nur der Pole (er sprach übrigens ganz gut deutsch und war aus einer der deutsch-polnischen Provinzen, und zwar aus den untersten Klassen). Er hieß aber auch „der arme Mann“ weil er fortwährend lamentirte und behauptete, was einmal ein „armer Mann“ wäre, sollte es auch auf der Welt zu Nichts bringen.
„Nun Pole,“ rief ihm Hammerschmidt mit seiner feinen Stimme hinüber — „Ihr wart ja heute nicht in Charles Store — ist’s die letzte Woche wieder schlecht gegangen?“
„Ach, wie immer,“ brummte der Pole mit einem finsteren theilweise resignirten Gesicht — „unser Einer gewöhnt sich schon daran. — Sechs und acht Fuß tiefe Löcher und nachher zwei oder drei Thaler drinnen — aber wer kann’s helfen — der liebe Gott wills nicht haben — Gott dam it.“
„-Haben denn die Amerikaner die Woche was gefunden?“ frug ein Anderer.
„Ich weiß nicht — sie sind die Creek hinunter gegangen — da liegt aber Nichts wie feines Gold. Ich glaube nicht daß es lohnt!“
„Das laß gut sein,“ meinte der Landrath — „das ist jetzt die dritte Compagnie die hinunter geht und die anderen beiden haben tüchtig ausgehalten; wenn die nicht Tagelohn machten, blieben sie nicht unten.“