„Oben ist das Gold jedenfalls gröber,“ meinte Meier. —

„So haben wir’s allerdings bis jetzt gefunden, damit ist aber nicht gesagt, daß sich nicht auch grobes Gold nach unten verloren haben sollte — der Pole hat z. B. jetzt jedenfalls einen guten Platz, denn er lamentirt in einem fort, und das ist immer ein sicheres Zeichen.“

„Gott verdamm mich wenn ich das Bischen Fressen dabei mache!“ rief der Pole, der hochaufgehorcht hatte, indem er mit der einen Hand in die andere schlug.

„Die zwei Engländer die gerade unter dem umgefallenen Baume arbeiten, haben gestern ein herrliches Quarzstück gefunden,“ sagte der Deutsche aus Texas — „Brauner Quarz, mit breiten Goldstreifen quer durch, ein Goldschmidt hätte es nicht schöner machen können.“

„Wie habt Ihr beiden denn jetzt da unten ausgemacht, Klaußen — gehts besser?“ —

„Ach, es ist immer Nichts — weiß der Henker man kriegts zuletzt ordentlich satt, immer ein Loch nach dem andern umsonst zu graben. — Wir sind aber noch nicht ganz hinunter und in der einen Ecke haben wir Felsen und auch etwas Gold gefunden.“

„Was für Felsen hat Ihr?“ frug Meier.

„Wunderliches Zeug — es sieht so natürlich wie grobes Salz aus, daß ich zuerst wahrhaftig d’ran leckte, um zu sehen ob es nicht wirklich Salz wäre.“

„Das sind gute Felsen,“ rief Hammerschmidt, „dabei haben wir das schönste Gold gefunden; Ihr müßt nur ein Bischen tief hineingehen, und nicht blos an der Oberfläche kratzen.“

„Ja aus den „Rocks“ hier am Mosquitogulch soll der Teufel klug werden,“ brummte der Pole — „einmal liegt das Gold oben drauf, und wenn’s tief hinunter geht ist gar nichts — und ein ander Mal muß man die Felsen auseinander brechen wenn man dazu kommen will.“