„Merkwürdig ist es jedenfalls wie das Gold hierhergekommen sein kann,“ sagte Klaußen, „hier bei diesem Gulch wird man besonders ganz irre und es ist beinah gar nicht anders möglich, als daß ein vulkanischer Ausbruch das geschmolzene Metall so wild umher gestreut hat.“

„Sonderbar ist dabei,“ sagte Meier, „wie man einer solchen Eruption sogar zu folgen vermag, und gerade die Stellen wo in den tiefen Löchern und Felsspalten kein Gold liegt, sind ein Beweis dafür, denn diese Stellen findet man jedesmal mit einer grauen festen vulkanischen Asche ausgefüllt, so daß es ordentlich scheint, als ob zuerst diese Asche ausgeworfen und durch den Bergstrom hier heruntergeschwemmt, durch die Gewalt und Schwere des Wassers festgedrückt, und dann später das Gold nachgefolgt wäre. Wo es aber hergekommen möcht ich wissen, denn bald glaubt man die Ader sei von rechts, bald von links herunter gekommen und nirgends liegen doch hier hohe vulkanische Berge.“

„Ja, das möcht’ ich auch wissen,“ brummte der Pole, „nachher brauchte man nicht mehr so viele Löcher umsonst zu graben. Aber das ist eben das Elend!“ —

„Wie nennen Sie denn diamond auf deutsch?“ frug der Amerikaner, der noch mit Haye im eifrigen sechs und sechzig Spiel begriffen war, diesen.

„Caro,“ lautete die Antwort.

„Ahem, und spade?“ —

„Pique!“

„Hm!“ murmelte der Amerikaner, dem das nicht so recht einleuchten wollte, „die Deutschen sind doch curioses Volk — einen Spaten nennen sie nun gar eine Picke[1].“

„O laßt Euer langweiliges Spiel da und kommt mit her in den Kreis!“ rief jetzt Meier — „Du Klaußen, sing uns einmal ein Lied — nachher kommt anderes Leben in die Sache.“

„Ja, mir wär’- gerade wie singen,“ brummte Klaußen — „mir ist den ganzen Abend schon schlecht zu Muthe gewesen — wenn mir’s morgen nicht besser ist, nehme ich was ein.“