»Eine Arbeit gerade nicht, Vater,« lächelte Fritz, doch etwas verlegen; »aber weit vom Ziel hast Du allerdings nicht vorbeigeschossen.«
»Auf den Knopf getroffen,« lachte der Alte, »he? Dem Jungen steckt ein Frauenzimmer im Kopfe!«
»Er will heirathen, Gottfried,« nickte die Mutter, während ein freundliches Lächeln über ihre Züge flog.
»Ob ich's mir nicht gedacht habe!«
»Und so ein sauberes Mädchen hat er sich ausgesucht!«
»Na, er wird keine Schmiergans nehmen,« lachte der Alte. »Und wie heißt sie? Alles natürlich schon fix und fertig gemacht, und jetzt nur noch eine nachträgliche Anmeldung bei den Eltern, die weiter nichts nöthig haben, als den üblichen Segen dazu zu geben. Ist mir auch recht; habe doch schon genug zu thun, und könnte mich mit derlei nicht mehr auf meine alten Tage befassen.«
»Nein, Vater,« sagte Fritz, »fertig gemacht ist noch gar nichts; ich bin im Gegentheil eben im Begriff, den allerersten Schritt dazu zu thun.«
»So–o?« sagte der Vater, etwas erstaunt; »das ist ja merkwürdig. Na, hat die Sache etwa einen Haken?«
»Nein, Gottfried,« sagte die Frau, »ganz und gar nicht; es ist Alles glatt und recht und wie sich's gehört, und der Fritz ist ein braver Junge, der uns nur bei einer so wichtigen Sache vorher um Rath fragen wollte.«
»Bah, Alte, laß Dir nichts weiß machen,« lachte der Schlossermeister – »um Rath fragen. Sieht der aus, als ob er erst noch um Rath fragen wollte, und steckt schon bis über die Ohren in seinen Sonntagskleidern drin? Nur hören will er, daß wir sagen: Ei, mein lieber Sohn, das hast Du brav gemacht – geh' doch geschwind hin und hol' Deinen Schatz! Und dann läuft er von selber.«