»Wolf von Geyerstein,« flüsterte Bertrand halblaut vor sich hin, aber es war, als ob er die Worte mehr zu sich selber spräche, als sie für ein anderes Ohr bestimmte.
»Du kennst ihn?« fragte die Frau, und ihre Augen hingen erwartend an denen des Gatten.
»Ich kenne den Namen,« sagte dieser ruhig, »kannte wenigstens einen, der ihn trug – aber das ist lange Jahre her und war auch an einem andern Orte – weit von hier.«
»Und der hieß Wolf von Geyerstein?«
»Nein – sein Vorname ist mir jetzt entfallen; aber der lebt auch nicht mehr.«
»Ein Verwandter denn – ein Bruder vielleicht?«
»Möglich,« sagte Bertrand gleichgültig, »aber wir werden ja sehen. Also morgen?«
»Morgen früh zwischen acht und zehn. – Du glaubst also nicht, daß es auf deine Eingabe Bezug haben könnte?«
»Und warum nicht? – was sonst hätte ich mit einem Adjutanten des Fürsten zu tun und zu verkehren? – Aber mach' dich fertig; die Zeit vergeht, und es muß drei Uhr vorbei sein. Die Leute drängten sich schon zur dritten Galerie, als ich vorüberkam.«
»Heute gibt's eine gute Einnahme,« sagte der Alte, der seinen Plunder aus den verschiedenen Zimmerecken zusammensuchte, »wo zum Teufel ist jetzt meine Pritsche? Ich habe sie gestern abend dort auf den Stuhl gelegt.«