»Ich muß Ihnen meine Unaufmerksamkeit gestehen; ich habe es in der Tat noch nicht getan.«

»Dann versäumen Sie keinen Augenblick länger, cher comte. Die Herrschaften werden sich überdies bald wieder zurückziehen. Unser gnädigster Herr war so unendlich huldreich heute. – Sie hatten vorher eine längere Audienz bei Seiner Königlichen Hoheit, nicht wahr? Wohl Dienstsachen?«

»Allerdings.«

»Königliche Hoheit haben nichts über die gestrige Vorstellung erwähnt?«

»Nicht, daß ich mich erinnere.«

»Herr Generalintendant,« flüsterte in diesem Augenblicke ein Kammerherr an seiner Seite, »Königliche Hoheit wünschen...«

»Zu Befehl!« rief der Geschmeidige, indem er in dem Moment auch fast um wenigstens sechs Zoll kleiner wurde, und den Arm des Kammerherrn ergreifend, schritt er mit diesem, nach einem huldreichen, überglücklichen Lächeln gegen den Grafen, der Richtung zu, in der sich der Fürst befand, unterwegs indessen die ihm übersandten Befehle des Herrn entgegennehmend.

Noch stand der Rittmeister auf seiner Stelle, wo ihn von Zühbig verlassen hatte, als ein Herr, ein großer, stattlicher Mann mit militärischem Anstand, aber glatt rasiertem Gesicht, mehr jedoch noch durch seinen einfachen schwarzen Frack, an dem nicht ein einziger Orden prangte, gegen die übrige gestickte, geschmückte und uniformierte Gesellschaft abstechend, zu ihm trat. Es war der amerikanische Gesandte, Oberst Pollard, erst seit kurzer Zeit in ***.

»Mein Herr Graf,« redete er den jungen Mann an, den er schon früher kennen gelernt und lieb gewonnen hatte, »ich muß Sie um eine Auskunft bitten.«

Der Graf verbeugte sich leicht.