»Aber ich gebe Ihnen mein Wort...«
»Es ist alles vorbereitet – ich danke Ihnen vorderhand für Ihr freundliches Anerbieten – lassen Sie mir Zeit, darüber nachzudenken.«
»Aber wenn Monsieur Bertrand zurückkehren sollte?«
»Sie meinen den Baron von Geyfeln?«
»Ja – gewiß – versteht sich – wenn der Baron zurückkehren sollte?«
»Sie sind ja um keine Ausrede verlegen,« lächelte Georgine. »Frühstück für den Herrn,« sagte sie dann laut, als die Wirtschafterin die Zimmertür öffnete, »aber was ist denn, Sibylle, Sie haben ja geweint?«
»Ach, denken Sie sich nur das Unglück, gnädige Frau,« sagte die Alte, sich die Tränen trocknend, »den armen Tobias unten im Dorfe haben sie eben aus dem Bache gefischt, in den er gestern abend gefallen und ertrunken ist.«
»Den Tobias? Wer war das?«
»Ach, es war wohl ein leichtfertiger, alter Mensch, der sich den bösen Trunk angewöhnt hatte und nicht davon lassen wollte, und wenn man's recht bedenkt, ist es vielleicht ein Glück für ihn und uns alle, daß ihn der liebe Herrgott zu sich genommen hat; wenn es nur nicht auf eine gar traurige Weise geschehen wäre. Und dann waren wir doch miteinander Geschwisterkinder, und gestern noch hat ihn der gnädige Herr aus dem Hofe schaffen lassen, weil er im Trunke heraufgekommen war und sich wohl unanständig oder unehrerbietig betragen hatte.«
»Das tut mir leid, Sibylle,« sagte Georgine, »jetzt aber seien Sie so gut und schicken Sie das Frühstück für den Herrn herauf – Sie haben doch das blaue Zimmer heizen lassen?«