»Gleichviel – rüstet Euch, auf ein paar Tage auszubleiben. Für Lebensunterhalt braucht Ihr nicht zu sorgen; nehmt nur etwas reine Wäsche mit.«
»Ein Hemd und ein paar Socken stecke ich in den Jagdranzen.«
»Nein – den laßt zu Hause; auch Eure Flinte, die wir nicht brauchen werden, denn das Wild, das wir suchen, fangen wir lebendig.«
»Soll ich denn vielleicht einen Schwanenhals oder ein Tellereisen mitnehmen?«
»Nein,« lachte Georg, »auch das ist nicht nötig, es geht auf keine Witterung. Ich werde jetzt mit Euch zum Forsthause zurückkehren. Apropos, könnt Ihr reiten?«
»Reiten? ja – es soll gerade nicht hübsch aussehen, wenn ich auf einem Pferde sitze,« setzte er gutmütig hinzu, »und sie haben mich schon ein paarmal deshalb ausgelacht, aber ich hänge fest, Trapp oder Galopp, und herunter bringt mich keins.«
»Desto besser – es wird vom Gute aus ein Pferd für Euch heraufgebracht werden. Aber eine Bedingung habe ich zu stellen – könnt Ihr schweigen?«
»Sehe ich etwa aus wie eine Plaudertasche?« sagte der alte Mann ernst.
»Gut – ich glaube es auch. Kein Mensch erfährt später, wo wir gewesen – hört Ihr? – was wir dort getan – auch nicht, was ich vorhin über den Fremden mit Euch besprochen.«
»Kein Wort, Ew. Gnaden,« sagte der Alte, der zu ahnen begann, um was es sich hier handle. »Das bißchen Wäsche stecke ich dann einfach in die Tasche.«