»Ihr könnt es mir nachher in meine Satteltasche geben.«

»Ew. Gnaden wollen dem Schlitten folgen?«

»Ja – wißt Ihr genau, welchen Kurs er genommen?«

»Die gnädige Frau sagte, sie wolle nach Kleinmarkstetten, der Herr aber hat an dem Morgen seinen Wagen leer mit seinem Gepäck nach Hottweil geschickt.«

»Wißt Ihr das gewiß?«

»Unten im Krug haben sie so gesagt, und der Kutscher soll gestern abend spät wieder leer durchs Dorf gefahren sein, wie mir einer der Holzmacher heute morgen erzählte.«

»War es ein herrschaftliches Geschirr?«

»Wohl nur ein Lohnkutscher von Haidedorf.«

»Gut – wir dürfen aber trotzdem keine Zeit verlieren. Bestätigt sich das, so können wir vielleicht, wenn wir scharf zureiten, die Station noch erreichen, ehe der Schnellzug eintrifft. Das Pferd muß oben sein; jedenfalls ist es da, ehe Ihr Eure Sachen zusammen habt.« Und ohne weiter eine Antwort abzuwarten, schritt Georg rasch zum Forsthause zurück, wenn auch der Förster nicht da war, doch dessen Frau davon in Kenntnis zu setzen, daß er den Forstwart auf einen oder zwei Tage in Geschäften mit sich nehme.

Barthold hatte indessen in wenigen Minuten seine geringen Vorbereitungen getroffen; bald darauf kam auch das Pferd, auf dem einer der Knechte heraufgeritten war, und sehr zum Erstaunen der Frau Försterin, die sich den ganzen Tag vergebens den Kopf darüber zerbrach, trabte Barthold hinter dem Herrn von Geyfeln in den stillen Wald hinein. Bis sie die Stelle erreichten, wo sich die verschiedenen Wege teilten, sprach auch Georg kein Wort, und kehrte sich nur manchmal nach seinem Begleiter um, zu sehen, wie er im Sattel saß. Der alte Mann hing allerdings in etwas wunderlicher Art auf dem Pferde, aber er hatte nicht zu viel von sich gerühmt, als er behauptete, daß er wenigstens fest säße. Georg fühlte sich darüber auch bald beruhigt und ließ sein eigenes Tier etwas schärfer austraben, bis er es an dem dreiarmigen Wegweiser zum erstenmal einzügelte.