»Gut,« sagte der Baron entschlossen, »dann zwingen Sie mich, deutlich zu reden, denn die Sache ist in der That zu wichtig. Lassen Sie mich also ganz aufrichtig sein und ich erwarte nachher das Nämliche von Ihnen, denn wir Beide sind es unserem Stande schuldig.«
»Sie spannen mich wirklich auf die Folter.«
Der Baron erfaßte des Grafen Arm, blieb vor ihm stehen, sah ihm fest in's Auge und sagte:
»Hat die Frau Gräfin von Baulen wirklich den Grafenrang?«
»Aber, lieber Baron,« bat jetzt seinerseits der junge Mann, »ich bin heute Morgen wirklich in Eile, denn Schwartzau wird den Augenblick herunter kommen. Die Pferde sind, wie ich sehe, schon gepackt, und Sie thun mir einen wesentlichen Gefallen, wenn Sie alle Kleinigkeiten bei Seite lassen und mir gerade heraus sagen, um welchen wichtigen Gegenstand Sie mich fragen wollten.«
Der Baron stand, ein Bild sprachlosen Erstaunens, vor Felix.
»Und ist Ihnen der Gegenstand noch nicht wichtig genug?« brachte er endlich mühsam heraus.
»Und das war wirklich Alles, was Sie von mir wissen wollten?« lachte der junge Mann jetzt gerade heraus.
»Alles,« sagte der Baron, völlig vernichtet.
»Dann thut es mir in der That leid, Ihnen keine bestimmte Antwort darüber geben zu können, und ich muß Sie – wieder auf Ihren kleinen Finger verweisen. – Da kommt auch schon Schwartzau mit Könnern – wir müssen fort – also auf Wiedersehen, lieber Baron!« und mit den Worten ließ er den über solche Gefühllosigkeit völlig empörten Mann mitten auf dem Wege stehen, schwang sich in den Sattel und sprengte gleich darauf mit Günther und von den Packthieren und ihren Treibern gefolgt, die Straße hinauf. –