»Aber keine Gewaltthätigkeit, Pilger!« warnte der Director; »Ihr macht die Sache dadurch nur noch schlimmer.«

»Überlassen Sie das mir, Herr Director. Ich habe den Eltern meiner Frau, braven, ordentlichen Leuten daheim, versprochen, über dieselbe zu wachen wie über meine Augen; ich darf die unglückliche Frau nicht den Händen dieses Buben überlassen, und darin werden mich doch hoffentlich die Gesetze schützen.«

»Das allerdings,« sagte Sarno, von seinem Stuhle aufspringend — »und dann wollen wir auch keine weitere Zeit mehr versäumen — kommt!«

Er griff seinen Hut auf, und von Könnern begleitet, gingen die Männer rasch nach dem Hause des Delegado hinüber. Es war aber hier, wie es Sarno gefürchtet hatte, sie fanden das Haus nicht allein fest verschlossen, sondern auch leer. Dicht daneben wohnte ein deutscher Cigarrenmacher, der einen kleinen Stand nach der Straße zu hatte. Dieser konnte ihnen wenigstens die Nachricht geben, daß gleich nach Dunkelwerden mehrere brasilianische Matrosen Kisten und Koffer aus dem Hause die Straße hinab getragen hätten. Weiter wußte er ebenfalls nichts, denn den Delegado hatte er mit keinem Auge gesehen.

»Dann bleibt mir Nichts weiter übrig, als das Boot,« stöhnte Pilger, als er mit seinen Begleitern wieder die Straße hinauf ging — »darf ich es nehmen, Herr Director?«

»Geht mit Gott!« sagte Sarno, indem er ihm den kleinen Bootschlüssel gab — »Ihr wißt, wo es liegt?«

»Ja wohl — und Segel und Ruder?«

»Hat der Fischer gegenüber — der kann Euch auch wahrscheinlich gleich Leute zum Rudern nachweisen.«

Pilger dankte und flog mehr als er ging die Straße hinab und der Landung zu. —