seine Frau Sophie, 38 Jahre alt,
seine Tochter Johanna Marie, 14 Jahre alt,
sein Sohn Fürchtegott Hans, 10 Jahre alt,
seine Tochter Lisbeth Anna, 8 Jahre alt,
sein Sohn Christian Leberecht, 5 Jahre alt,
ein Säugling,
gegen Herrn Franz Berthold Hoeker in Antwerpen.
Der Endes-Unterzeichnete, der die Passage für sich und obenstehende Familienglieder nach untenstehenden Specificationen mit –– Thalern vorgeschossen erhielt, verpflichtet sich nicht nur Herrn Franz Berthold Hoeker in Antwerpen Vollmacht zu ertheilen vermittelst seines Hauses in Porto Seguro, für sich und seine Familie, mit einem brasilianischen Plantagenbesitzer Contract abzuschließen, zur Verdingung seiner und seiner Familie Arbeitskräfte auf eine Colonie der Provinz Minas Geraes, sondern macht sich auch, durch Unterzeichnung dieses Contracts, für sich und seine sämmtlichen Familienglieder anheischig, durch den Theil-Ertrag ihrer Arbeit die vorgeschossene Passage und sonstige Kostenvorschüsse abzuverdienen, dergestalt, daß: da nach der Bestimmung derartiger Arbeitsverträge der Ertrag der Arbeit zwischen Arbeiter und Brodherrn getheilt wird, von der ihm als Arbeiter zufallenden Hälfte des Ertrags der Arbeit in usancemäßiger Abtragung zu ersetzen.
Indem Carl Gottlieb Behrens durch seine Namensunterschrift solidarisch mit seinen Familiengliedern zur getreuen Erfüllung der contractlich eingegangenen Verpflichtung sich verbindlich macht, verpflichtet er sich ferner für sich und seine Familienglieder, den gesetzlichen Befehlen seiner Brodherren oder deren bevollmächtigten Vertreter getreulich nachzukommen, und während der Dauer des Contractes seine ganze Zeit und Aufmerksamkeit dem ihm übertragenen Dienst zu widmen.
Antwerpen, den –ten März 185–.
| Passagegeld bis Porto Seguro: | ||
|---|---|---|
| Für drei Erwachsene à | – " – " | |
| Für drei Kinder unter zehn Jahren à | – " – " | |
| Ein Säugling frei. | ||
| ————— | ||
| Pr. Cour. – " – " | ||
| Hier bezahlt – " – " | ||
| ————— | ||
| Summa Pr. Cour. – " – " | «« | |
»Die Summe ist, wie ich sehe, noch nicht ausgefüllt.«
»Nein,« sagte Behrens, »das können sie auch noch nicht, weil sie noch nicht wissen wie viel wir auf der Reise brauchen werden. Das wird nachher gemacht.«
»Hm,« sagte der Schulmeister, »ja wohl, – da steht aber freilich nichts weiter drin, als daß Ihr das Geld, was Ihr vorgeschossen kriegt, wieder abverdienen sollt. Das ist gerade wie bei uns.«
»Ja wohl, Schulmeister, und das wäre auch ganz in der Ordnung, aber es steht gar nichts vom Tagelohn darin, und was sich ein Mann wohl in der Woche verdienen kann, damit man doch im Stande wäre sich nur ein klein wenig zu berechnen, wie lange man ungefähr für die Herren arbeiten muß.«