»Und unterwegs erzählt Ihr mir die ganze Geschichte,« sagte Andres, während Behrens zu ihm auf den Bock stieg.

So fuhren sie langsam der Wohnung des Doctor Maller, Andres' Brodherrn, zu, und der Tagelöhner theilte jetzt dem Kameraden Alles mit, was seine künftigen Pläne betraf, während dieser kein Wort dazu sagte, sondern nur manchmal mit dem Kopf nickte oder schüttelte.

Endlich langten sie bei der Wohnung des Doctors an. Behrens half die Pferde mit ausschirren und in den Stall führen, wo ihnen Andres ihr Futter gab, während der Mann ein paar Eimer Wasser holte.

Wie sie fertig waren sagte Andres, der indessen in einem fort gepfiffen hatte: »Hört einmal, Behrens, – Ihr habt den Contract bei Euch, wie?«

»Ja, Andres.«

»Schön, – mein Doctor ist zu Hause, ich habe ihn eben oben am Fenster gesehen, – der weiß Alles, ist auch schon einmal drüben in Amerika gewesen, dem wollen wir das Papier zeigen, – der kennt sich in solchen Sachen aus.«

»Ja, aber,« sagte Behrens, »was wird sich der um unser Einen kümmern; der hat mehr zu thun.«

»Laßt Ihr mich nur machen,« nickte aber Andres dem Freund zu, »wartet hier einen Augenblick, ich bin gleich wieder da,« und ohne eine weitere Einrede anzuhören, ging er quer über den Hof und in das Haus hinüber, und kam auch schon nach kaum zehn Minuten mit der Meldung zurück, Behrens solle nur hinaufgehen, der Doctor wäre oben und wolle sein Anliegen hören.

Dem Behrens schlug das Herz, aber der Doctor empfing ihn freundlich und sagte: »Nun, mein Mann, Ihr wollt nach Brasilien hinüber? Das ist ein wichtiger Schritt; habt Ihr Euch die Sache denn auch ordentlich überlegt? Jemand, der hier in Deutschland sein Brod hat, sollte nicht gerade leicht mit Frau und Kindern so ins Ungewisse hinübergehen.«

»Ja, lieber Herr,« seufzte Behrens, »mit dem Brod ist das so eine Sache, – heute haben wir welches und morgen keins, und wenn ich einmal krank würde –«