»Ach, das ist die Familie, die mit der Rosalie nach Porto Seguro soll,« sagte der Jüngste, »wie heißt Ihr denn?«
»Behrens – Carl Gottlieb Behrens.«
»Ja, ganz Recht. Ihr habt ja wohl noch Euren Contract zu unterschreiben.«
»Ja – aber – ich wollte doch vorher gern erst noch einmal mit dem Herrn Kollboeker sprechen.«
»Ach, das ist nicht nöthig,« sagte der junge Mann mit den rothen gescheitelten Haaren, »das können wir auch besorgen. Habt Ihr den Contract mitgebracht?«
»Den hätt' ich schon,« meinte Behrens, indem er in die Tasche griff und das Papier herausholte, »aber –«
»Da kommt Ihr in ein prachtvolles Land,« nahm der Kleinste die Unterhaltung wieder auf, »Donnerwetter, da muß es himmlisch sein, – wo haben Sie denn den Brief, Meier, in dem die Beschreibung steht?«
»Dort auf dem Pult liegt er,« sagte Herr Meier, indem er selber darnach unter einem Haufen von Papieren herumwühlte und auch bald einen großen, auf bläulichem, sehr dünnem Papier eng geschriebenen Brief zum Vorschein brachte. »Ja, allen Respect, das muß ein Land sein, Kaffee, Vanille, Cacao, Alles wächst da wild, die Apfelsinen kann sich Jeder von den Bäumen schütteln, wo er nur will, und Ananas, wo hier das Stück drei Thaler kostet, wachsen wie bei uns die Kohlrüben und die Runkeln.«
»Und dort in den Bergen haben sie auch neulich die großen Diamanten gefunden, und ein Deutscher soll beim Graben einen Goldklumpen von zwei Pfund Gewicht herausgeschaufelt haben.«
»Hm,« sagte Andres, der dem Allen aufmerksam zugehört hatte, »das ist aber merkwürdig; und da zahlen Sie Einem noch Geld, wenn man nur hingeht?«