»Aber was ist denn das für ein Posten?« fuhr der Fremde, ohne weiter darauf einzugehen, fort, »da stehen ja noch einmal 130 Milreïs extra. Wofür haben sie das gebraucht?«
»Das ist für Einen der sauberen Gesellschaft,« sagte Almeira finster, »für einen jungen Burschen, der mir gleich im ersten Jahre davon lief, und für den die Übrigen natürlich mit haften müssen.«
»War das einer von Euren Söhnen, Behrens?«
»Wer?« frug der Deutsche, der das nicht Alles verstanden hatte.
»Nun, der Weggelaufene.«
»Von meinen Söhnen? Nein, wahrlich nicht, lieber Herr; ein nichtsnutziger Gesell war es, den wir aber erst auf dem Schiff kennen gelernt haben, und den sie uns mit in das Haus legten, so sehr wir auch baten, allein zu bleiben.«
»So viel ich im Contract sehe, Senhor Almeira,« sagte der Fremde, »so sind die Leute nur für ihre eigene Familie solidarisch verpflichtet, der junge Bursch war aber ein Fremder und geht sie nichts an.«
»Ich habe ihn als zu ihrer Familie gehörig mit überkommen,« rief der Brasilianer.
»Auf der Auction erstanden, wie? Ist aber doch wohl ein Irrthum. Die Summe werden Sie streichen müssen.«
»Ehe ich das thue, werde ich die Sache jedenfalls noch näher untersuchen.«