»Gewiß – und das Andere? Wie viel hat die Familie nun wohl in den sechs Jahren verdient?«
»Mein lieber Herr,« sagte der Brasilianer achselzuckend, »wir leiden da Beide gemeinschaftlich, denn wenn Sie länger in Brasilien sind, werden Sie wissen, daß der Kaffee noch nie einen so geringen Preis gehabt hat, als in dieser Zeit. Und Bohnen waren gar nicht abzusetzen, sie sind uns im Lagerhaus selber gefault.«
»In der That? Dürfte ich mir erlauben zu fragen, was Sie hier für Kaffee bekommen haben? Ich verstehe selber auch nicht viel davon, interessire mich aber sehr dafür.«
»Hier haben Sie die Preise ausgeworfen,« sagte der Brasilianer gleichgültig, indem er das eine Buch aufschlug.
»In der That,« rief der Deutsche erstaunt aus, »das ist sehr wenig, da hat ja die Arroba in Rio acht und neun Milreïs mehr getragen.«
»Rechnen Sie nur unseren Transport, – außerdem ist mir in den Jahren eine ganze Schiffsladung voll verloren gegangen.«
»Welchen Verlust die Arbeiter natürlich mit zu tragen haben.«
»Natürlich, – ihr ganzer Contract beruht ja auf den Antheil.«
»Der etwas unbestimmt mit Hälfte des Gewinnes ausgedrückt ist.«
»Allerdings sehr unbestimmt,« sagte Almeira achselzuckend, »denn man weiß nicht einmal von was die Hälfte.«