Feodor arbeitete. Er saß auf einem Drehstuhl und hatte eine Cigarre im Munde, die vorn brannte und die er hinten kaute, und dann und wann schrieb er eine Zeile und strich darauf das Geschriebene wieder durch.

Da klopfte es laut an die Thür, und mit seinem Herein! erschien Handor, den Hut nachlässig auf dem Kopf, einen Glacéhandschuh angezogen, den andern in der Hand.

»Guten Tag, Doctor! Stör' ich?«

»Nun, Sie verderben wenigstens nichts, denn ich quäle mich eben wieder mit so einem verfluchten Gelegenheitsgedicht.«

»Daß Sie's nicht satt kriegen!« lachte Handor.

»Es ist eine rein verzweifelte Arbeit,« rief der Doctor, »immer etwas Pikantes sagen zu sollen, wenn...«

»Einem nichts einfällt – trostlos!«

»Na, das wär' das Wenigste,« bemerkte Strohwisch; »aber man will doch auch nicht all' sein Pulver auf eine Sache verschießen, die Einem nichts einbringt, als vielleicht ein lumpiges Mittagessen.«

»Sonst ist wohl kein Honorar zu fürchten?«

»Gott bewahre; es ist für den Commerzienrath, der morgen sein commerzienräthliches fünfundzwanzigjähriges Jubiläum feiert. Was das Alles für Ursachen zu Festen sind! Aber was fehlt Ihnen? Sie sehen verdrießlich aus.«