»Wenn er es nur hergiebt, Peters,« lachte Handor, indem er die Banknoten nachzählte – »das ist die Hauptsache.«
»Ja und er hat's doch, beim Deubel, nicht nöthig,« bemerkte Peters, »denn was für Einnahmen haben wir jetzt gehabt! Beim Lumpaci Vagabundus war das Haus gerappelte voll, und ebenso beim Goldonkel und dem Aschenbrödel, und daß neulich in der Ifagenia Niemand drin war – lieber Gott, das weiß er einmal, daß ihm in den Schäksbier seine Stücke Niemand 'nein will!«
»Das wäre nicht übel, Peters – der Hamlet nächstens soll hoffentlich ein volles Haus machen.«
»Von Shakespeare? Gewiß!«
Peters zuckte die Achseln und hielt mit seiner Meinung zurück. – »Sagen Sie 'mal, Herr Handor,« fuhr er nach einer Weile fort, »ist es denn wahr, daß Herr Rebe abgeht?«
»Ich glaube, ja; ich weiß es nicht, Peters,« erwiderte Handor, die Noten noch einmal überzählend.
»Schade um das junge Blut,« meinte der Theaterdiener, mit dem Kopf schüttelnd, »ist ein recht ordentlicher Mensch – da hätten wir lieber den Nüßler fortschicken sollen, mit dem ist's nichts, und er lernt nicht einmal. Über den sollten Sie den Mauser reden hören! Wenn der ihm seine Rolle nicht laut vorschrie', gäb's jeden Abend ein Unglück!«
»Ja, mein lieber Peters, das sind Sachen, die mich nichts angehen und um die ich mich nicht bekümmere. Alle Wetter, jetzt ist mir die Dinte wieder eingetrocknet – ach, bitte, springen Sie doch einmal zum Hausmann hinunter, daß der Ihnen ein wenig in das Dintenfaß gießt!«
»Ih, lassen Sie einmal sehen,« sagte Peters, das Dintenfaß schräg gegen das Fenster haltend, denn es dämmerte schon stark – »da gießen wir ein bischen Wasser darauf und dann thut's es noch einmal.«