»Es ist zu spät, Fürchtegott,« sagte Jeremias abwehrend.
»Nie zu spät, eine gute Nachricht zu hören,« brummte Pfeffer; »wie?«
»Ja gewiß, Onkel; ich habe noch Licht.«
»Das weiß ich, Du kleine Hexe, und auch noch die Finger voll Blätter und Staubfäden; na, warte!« Und sein Licht vom Tisch nehmend, winkte er Jeremias und sah, als er sein Zimmer verließ, nur eben noch, wie Jettchen in die Küche hineinhuschte.
Sie gingen hinüber. Das Bett der Kranken war jetzt im Wohnzimmer aufgeschlagen worden, und die Frau, welche recht leidend aussah, hatte sich aufgerichtet, um die beiden Männer begrüßen zu können.
»Nun, wie geht's heut Abend, Auguste? Wieder viel gehustet? Was machst Du?«
»Es geht etwas besser, seit ich die häßliche Medicin nicht mehr trinken muß.«
»War der neue Doctor da?« fragte Pfeffer rasch.
»Jeremias wollte es ja absolut; er behauptete immer, daß unser alter Arzt mich falsch behandle.«
»Und was sagt der neue? Natürlich Alles verkehrt bisher, wie gewöhnlich, und nun versucht er es einmal mit einer andern Quacksalberei; kommt mir damit, das bleibt immer dasselbe.«