»Wenn nicht dort alle Stellen besetzt wären, Herr Pfeffer...«
»So habe ich auch nichts dagegen,« fuhr Pfeffer fort, »aber in Einer Sache müßt Ihr mir folgen – Rebe muß ihm einen derben Brief schreiben, in dem er den Contract allerdings annimmt, aber diesem Blutegel, diesem Krüger, auch zu verstehen giebt, daß er ihn durchschaut und sich seines Werthes vollkommen bewußt ist.«
»Aber, bester Herr Pfeffer,« sagte Rebe, »ich bin nicht im Stande einen Brief zu schreiben, in dem ich etwas Anderes sagen soll, als ich wirklich denke.«
»Dann werde ich Ihnen dictiren,« rief Pfeffer.
»Aber, Fürchtegott...« bat die Frau.
»Mach' mich nicht böse,« rief aber Pfeffer jetzt gereizt, »setzen Sie sich dahin, Rebe, dort liegt ein Briefbogen und Feder und Tinte, und fangen Sie an!«
»Aber willst Du das nicht lieber mir dictiren, Onkelchen?« bat Henriette, »Horatius kennt doch noch nicht so genau Deine Art und Weise.«
»Ach was, Art und Weise – er muß sich hinein finden, und so viel Verstand wird er doch wohl haben! Schreiben Sie, Rebe!«
Seine Schwester Auguste saß dabei und schüttelte lächelnd den Kopf, aber sie sagte kein Wort; ja, als Jeremias auch dagegen reden wollte, faßte sie nur seinen Arm und flüsterte: »Laß ihn nur machen! Er will nun einmal seinen Willen haben; das Jettchen wird schon Alles wieder in die Reihe bringen!«
Rebe schien nicht halb damit einverstanden, aber er mochte Pfeffer auch nicht böse machen, setzte sich also an den Schreibtisch, rückte sich den Bogen zurecht, tunkte die Feder ein und sagte: »Also, Herr Pfeffer?«