»Im Schwarzen Roß.«
»Donnerwetter, Sie geben's fein; aber der Wirth dort kann Ihnen genau die Route beschreiben. Ich fürchte, Sie machen eine Metzgerfahrt, denn ich kann mir nicht denken, daß sich das arme Weibchen in dem Nest zwei Monate aufgehalten hat.«
»Und ihr Mann war damals bei ihr?«
»Gott bewahre, der bummelte in der Welt herum. Wie mir die Wirthsleute sagten, hatte er sie dort gelassen und versprochen, gleich zurückzukehren, war aber schon vierzehn Tage fort, und wie er jetzt hierher kam, trieb er sich mit einem so gemeinen Geschöpf herum – pfui Teufel!«
»Aber Sie nannten doch dort ihren Namen, daß die Leute in ihre Heimath schreiben konnten?« rief Jeremias.
»Wo's mich nicht juckt, kratz' ich mich nicht,« sagte Mauser; »wenn sie das wollte, konnte sie's selber thun. Werde mich hüten und mich in Familien-Angelegenheiten mischen – einmal gemacht, und nicht wieder.«
»Ob man wohl noch heut Abend hinkommen könnte?« sagte Jeremias, der keine Ruhe mehr hatte.
»Sie sind wohl toll!« rief Mauser; »es dämmert schon und die Nächte sind stockdunkel. Wenn Sie Nachts von Podiebrad fort wollten und bei dem Schnee vom Wege abkämen, könnten Sie Hals und Beine brechen. Wollen Sie absolut nachsehen, so fahren Sie morgen früh mit Tagesanbruch weg; nachher haben Sie den ganzen Tag vor sich. 's wird doch ein vergebener Gang sein, denn sie ist nicht mehr dort.«
»Und in welchem Wirthshause war sie?«
»In welchem? Glauben Sie, daß in dem Nest mehr wie eins ist? Ne, da können Sie nicht irre gehen.«