»Aber den Namen von dem verwünschten Ort behalt' ich in meinem Leben nicht. Wie hieß er?«
»Hrzib; na warten Sie, ich gehe nachher mit Ihnen in Ihr Hotel und beschreib' es dem Wirth selber. Das wird das Gescheidteste sein – wie?«
»Sie sind ein Goldmann, Herr Mauser; ich weiß nicht, wie ich es Ihnen danken soll.«
»Bitte,« schrie Mauser; »trinken wir noch ein Seidel?«
»Sechs, wenn Sie wollen,« rief Jeremias, »da ich heut Abend doch nicht mehr fahren kann; denn ich glaube selber, es ist am besten, ich warte bis morgen früh.«
»Denken Sie nur gar nicht daran.«
»Dann sind Sie auch heut Abend mein Gast, und Sie haben sich noch außerdem eine sehr wackere Familie zum höchsten Dank verpflichtet.«
»Reden wir nur gar nicht mehr davon,« schrie Mauser, äußerst vergnügt über die Aussicht eines fidelen Abends; »famoser Zufall, daß wir uns hier getroffen haben, und – Apropos, wie geht es denn Fräulein Bassini, Ihrer Fräulein Schwägerin? Sie soll leben, Herr Stelzhammer, Sie soll, hol' mich der Teufel, leben!«
Jeremias fand, daß dem kleinen Mann der starke Wein etwas zu Kopf gestiegen war, und da jetzt auch schon mit anbrechendem Abend einzelne Gäste eintrafen, schlug er ihm vor, noch einen kurzen Spaziergang zu machen und dann im »Schwarzen Roß« zu soupiren.
Das war nicht abzuschlagen, und Jeremias brachte später den kleinen fidelen Souffleur – der glücklicher Weise heut Abend nicht zu souffliren hatte, oder es wäre um das Stück geschehen gewesen – auf seine eigene Stube, wo sie bei einem delicaten Abendbrod und noch delicateren Weinen so lange zusammen saßen, bis Mauser selber erklärte, heute fände er den Heimweg nicht mehr, so viel sei sicher, und morgen früh würde ihn der Nachtwächter wohl halb oder dreiviertel erfroren an irgend einer Straßenecke treffen.