»Vive la bagatelle!« rief aber Handor, ein ihm gereichtes Glas auf einen Zug leerend.
»Halt,« sagte Höfken »hier gilt es eine Wette; da, Handor, ehe Du uns Dein Abenteuer erzählst, sag' uns einmal, was für Wein das ist.«
»Und wer hat Dir gesagt, daß ich Euch überhaupt mein Abenteuer erzählen werde?«
»Als ob der schweigen könnte,« lachte ein Anderer; »hast Du wieder bei Deiner jungen Putzmacherin geschwärmt oder bei der dicken Banquierstochter, oder gar mit der kleinen Jüdin den Romeo gelesen? Der Mensch hat, bei Gott, ein Glück, um das man ihn beneiden könnte.«
»Thorheiten!« lachte Handor verächtlich; »welchen Wein meint Ihr?«
»Hier dieses Glas; aber jetzt koste vorsichtig, es gilt eine Wette.«
»Gebt mir vorher ein Stück Brod.«
Das Verlangte wurde gebracht, und während jetzt Handor den Wein mit Kennermiene prüfte und kostete, herrschte lautlose Stille in dem kleinen Raum. Trauvest, der gerade in die Thür trat, blieb auf der Schwelle stehen.
»Nun, wo ist der gewachsen?«
Handor kostete noch einmal. »Rüdesheimer Berg,« sagte er dann.